Anfängerfehler - mache ich es so richtig oder ist alles völliger Quatsch?

  • Guten Morgen zusammen,


    wie in meinem Vorstellungsthread erwähnt bin ich absoluter Anfänger, es gibt bei uns in Thüringen keinen Praxistag und in einen Verein habe ich es bisher auch nicht geschafft. Ich bin also völlig auf mich gestellt und habe keine Ahnung was für Fehler ich mache.


    Ich versuche mal die Ausgangslage und mein Vorgehen so gut es geht zu erklären und möchte euch bitten mir meine Fehler aufzuzeigen.


    20.06.2025 ca. 16:00 ging es an einem Warmen Sommernachmittag an ein in der Nähe gelegenes Vereinsgewässer im Wald. Es ist ein 0,8ha großer Angelteich welcher laut Erlaubnisschein Karpfen, Schleie, Hecht, Aale, Bachforellen, Barbe, Nase, Zander und Rotfeder beherbergt. Dort angekommen konnte man von der Straße aus auch schon 8-10 große Fische in der Mitte des Sees beobachten. Zu der Uhrzeit ist die Hälfte des Teichs im Schatten, die andere Hälfte in der vollen Sonne.


    Ich habe mir also ein ruhiges Plätzchen im Schatten gesucht und habe meine Angel ausgepackt. Spinnrute, 2,7m lang und Wurfgewicht 20-50g, 3000 Freilaufrolle, 0,3er Monoschnur Daran eine 4g Feststellpose von Saenger und ein kleiner Karabinerwirbel, natürlich dann so ausgebleit das die Pose einigermaßen stand. Am Wirbel dann ein Standard Vorfach mit Haken Gr.8 und ca 120cm lang. Als Köder hatte ich Tauwurm, Mais und Wachsbienenmaden dabei. Diese habe ich immer im Wechsel und auch mal kombiniert auf den Haken gezogen. Nach 4 Stunden und einer ganzen Runde um den Teich habe ich ein gerade so 10cm großes Rotauge am Haken gehabt, welches dann logischer Weise wieder zurück ins Wasser musste.


    An dem Tag habe ich viel gelernt über das Werfen, Bauen und handhaben vom Gerät; das Einstellen der Tiefe und es war generell ein schöner Tag in der Natur. Bloß leider ohne Beute.


    Am nächsten Wochenende bei ähnlichen Wetter wollte ich wieder los. Der Verkäufer des Erlaubnisscheins hat mir jedoch ein anderes Gewässer im Nachbarort empfohlen. Dort angekommen, ein deutlich kleineren Teich aufgefunden. Dafür trotz Sommer relativ klar und viele Weißfischarten zu erkennen. Es war dieses mal bereits 20 Uhr weil ich bedenken hatte wegen Hitze und Sonne nichts fangen zu können. Mit gleichem Gerät, dieses mal aber mit Laufwirbel, Schnurstopper und Laufpose bis etwa 23:30 geangelt aber es hat einfach nichts gebissen.


    Ist es zu der Jahreszeit normal und ich sollte lieber im Frühjahr vermehrt losgehen und dafür den Sommer auslassen (wobei unsere Gewässer für Nichtvereinsmitgliedern erst ab 01.06 offen sind, dann muss ich halt wo anders hin fahren) oder mache ich grundlegende Fehler? Ich denke da an falsche Köder, falsche Tiefe, Vorfach zu lang etc. Auch das Werfen von Futter auf den Angelplatz kannte ich zu der Zeit noch nicht. Mittlerweile habe ich mir beim Blackfriday auch eine Ansitzrute sowie Feederrute, eine zweite Rolle und ein bisschen Kleinkram wie verschiedene Vorfachgrößen und Ansitzfutter bestellt.


    Ich habe generell das Problem das ich durch Arbeit und Familie zwar an mehreren Tagen Zeit für Hobby habe, dafür an den Tagen immer nur 1-3 Stunden und die Karte bei uns Direkt 19€ pro Tag kostet. Ich muss also auf lange Sicht entweder einen Verein finden, eine Dauerkarte bekommen oder mindestens ne Stunde zum nächsten See fahren.


    Ich bin dankbar für jeden Hinweis von euch :)


    Vielen Dank und viele Grüße

    • Offizieller Beitrag

    An der Zeit wird es nicht gelegen haben denke ich. Es gibt einfach Tage da kann man als Köder nehmen was man will, es beisst nicht.

    In der Nacht hätte ich den Tauwurm nah am Schilf, Seerosen oder so angeboten, dann hättest du die Chance auf einen Aal gehabt.

    Probier es ruhig mal mit einem Futterplatz, damit meine ich nicht unbedingt feedern, sondern ein paar Ballen Lockfutter um deine Pose rum. Da kannst du ins Futter Mais oder Mistwürmer machen, aber nicht zu viel, sonst sind die Fische satt.

  • Hallo,

    Zusammen und natürlich ein herzliches Willkommen an Nishe.

    Schön das neue Leute kommen.

    Also als ich noch in Deutschland fest gewohnt und geangelt habe, und auch als ich zu Besuch kurz war. Habe ich das immer recht einfach gemacht.

    Egal ob auf Raubfisch oder Friedfisch, immer die Gleiche Montage, nur das Vorfach war natürlich anders.

    Immer ein Tiroler-Hölzl (sinkt nicht ein, wenn es schlammig am Grund ist, und es gibt keinen Wiederstand, immer so 20-30 Gramm, je nachdem, und wegen der Form fliegen die ziemlich gut und weit) am Wirbel, Stopperperle, Wirbel, Vorfach (Monofil oder Stahl/Titan, je nach Fischart), Haken, Köder (Friedfisch meistens Mais, bekommt man leicht und kostet fast nichts) oder eben Köderfisch (bekommt man auch relativ leicht und zur Not friert man die eben ein, bzw. Besorgt sich einen Vorrat).

    Hat eigentlich meistens funktioniert.

    Immer an freier Leine, eben mit einer Freilaufrolle, 30-35 Monofil und eine Karpfenrute mit 3,5 oder 3,25 lbs Wurfgewicht.


    Viele Grüße,

    Johnny.

  • Moin,


    wenn Aal im See ist dann gehe doch auch einmal auf Aal. Nichts ist simpler als eine Grundmontage auf Aal.

    Tauwurm und/oder Dendrobena sind der perfekte Köder und ich kenne Kollegen die mit so einer Montage (Anti-Tangle-Boom) und Köder auch "die Schweine der Seen" (Karpfen) gezogen haben. Auch Schleie und Brassen schätzen diesen Grundköder und der Montage.


    Zur optimalen Tageszeit auf Aal gehen die Meinungen m.E. auseinander, ich habe Tagsüber am See schon besser gefangen als in der Dämmerung oder Nachts. Lediglich bei einer Tide ist auflaufendes Wasser definitiv fängiger.

  • Danke für eure Antworten bisher :) es ist schon mal sehr ermutigend zu wissen, das es nicht unbedingt an der Montage liegt sondern eher an meinem Nichtwissen und der Methode. Da freue ich mich gleich umso mehr wenn die Saison wieder beginnt und werde dann starten mit ein paar Ballen Grundfutter und meiner Posenmontage.


    Aal habe ich bisher noch nicht in erwägung gezogen. Ich hatte immer das Gefühl dass das erst recht nichts wird da es eher was fortgeschrittendes ist. Ich nehme jedoch die Grundmontagen mal unter die Lupe und werde mich damit befassen. Ist das mit der Rute noch OK? Ich hätte noch eine leichtere 3,60m mit 8-18gr sowie eine Teleskop Ansitzrute mit 3,30m und 60-160gr im Angebot.

  • Moin,


    sehe ich auch so. Zwar versteckt sich der Schlängler gerne an dunklen Stellen, also auch Stege oder Seerosenfelder aber eben auch an den tieferen Stellen. Die Tele wäre allemal besser, da kannst du ordentlich Blei ranhauen und weiter in die tiefere Mitte feuern. Nebenbei machen größere Aale ganz gut Druck auf der Rute, da wäre eine zu leichte Rute nicht optimal.


    In der Tidenelbe hatte ich zwar meistens mehr Erfolg an den flacheren Stellen aber das hat mit dem Nahrungsangebot bei auflaufenden Wasser und der "Deckung" an den Steinpackungen zu tun.


    Einen Aal auf Grund zu fangen ist wirklich kein Hexenwerk, einmal abgesehen vom richtigen, zeitigen Anschlag damit der Haken sauber sitzt und auch nicht zu tief von kleineren Aalen geschluckt wird.

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